Startseite   >  Versorgung   >  Arbeitnehmer   >  Entgeltumwandlung  

Die Entgeltumwandlung

...der Anspruch auf Zukunft

Entgeltumwandlung bedeutet, dass der Arbeitnehmer auf einen Teil seines Bruttolohnes verzichtet und dieser vom Arbeitgeber direkt in eine Anwartschaft zur betrieblichen Altersversorgung umgewandelt wird.

Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung, vgl. § 1a Betriebsrentengesetz (BetrAVG). Dieser Anspruch besteht, für alle in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherten Arbeitnehmer, bis zu einer Höhe von vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung (West).

Durch den Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung hat jeder Arbeitnehmer die Möglichkeit, sich eine eigene, zusätzliche Rente aufzubauen. Der Arbeitgeber stellt hierfür einen Rahmen zur Verfügung, der bei gleichem eigenen - im Verhältnis zur privaten Vorsorge - Aufwand ein Mehr an Leistungen bietet.

Zur Entgeltumwandlung stehen fünf Durchführungswege offen, wobei die Wahl des Durchführungsweges grundsätzlich dem Arbeitgeber obliegt. Bietet der Arbeitgeber von sich aus keinen Durchführungsweg an, kann der Arbeitnehmer die Durchführung der Entgeltumwandlung über eine Direktversicherung verlangen. Eine Versorgung über eine Pensionszusage oder Unterstützungskasse ist jedoch nur im Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer möglich.

Taschenrechner
  • Anspruch auf Umwandlung von bis zu 3.120 Euro (2018) Euro pro Jahr
  • gesetzlich festgelegte Mindeststandards geben Sicherheit
  • steuerbegünstigte Einzahlungen
  • sozialversicherungsfreie Einzahlungen möglich

Besondere Rahmenbedingungen im Geltungsbereich eines Tarifvertrags: 

Entgeltansprüche, die auf einem Tarifvertrag beruhen, dürfen nur umgewandelt werden, wenn und soweit dies durch Tarifvertrag vorgesehen oder zugelassen ist. Der Tarifvertrag muss also eine so genannte Öffnungsklausel enthalten (§ 20 Abs. 1 BetrAVG). Gibt es eine solche Öffnungsklausel nicht, kann ein tarifliches Gehalt nicht umgewandelt werden. Außertarifliche Gehaltsbestandteile sind von dieser Regelung ausgenommen.

Zuschusspflicht des Arbeitgebers zur Entgeltumwandlung

In den Durchführungswegen Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds ist der Arbeitgeber verpflichtet, Arbeitnehmern, die nach § 1a BetrAVG einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung haben, einen Arbeitgeberzuschuss für ihre Entgeltumwandlung zu gewähren, soweit der Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart (§ 1a Abs. 1a BetrAVG). Die Höhe des Arbeitgeberzuschusses beträgt 15 Prozent des umgewandelten Entgelts.

Dies gilt für alle ab dem 1. Januar 2019 geschlossenen Entgeltumwandlungsvereinbarungen. Für solche, die vor dem 1. Januar 2019 geschlossen worden sind, besteht diese Verpflichtung jedoch erst ab dem 1. Januar 2022 (§26a BetrAVG).

Anderes kann gelten, soweit Entgeltansprüche auf einem Tarifvertrag beruhen.